Donnerstag, 7. April 2011

Wurstregen ist tot. . .

Das wird hier und heute der letzte Eintrag sein, der auf Wurstregen erscheint.
Wurstregen liegt seit geraumer Zeit im Sterben und nun wurde soeben vom
Wurstkomitee beschlossen, ihr, einer großartigen Seite, das Leben zu nehmen
um ihr sinnloses Leiden zu beenden. Trotzdem ist es ein hochemotionaler
Moment für alle Beteiligten, so geht doch ein guter Freund, Vertrauter und
liebevoller Partner für alle Lebenslagen von uns. Wurstregen wollte noch so
gerne einen vierten Sommer erleben, nochmal den warmen Südwind fühlen,
Sommergewitter genießen und die volle Schönheit der Natur, bestehend aus
diesem unverkennbaren Sommerduft und Liebe, auskosten. Doch es war ihr,
dieser faszinierenden und facettenreichen Seite, nicht gestattet, ihren Traum,
das Verlangen nach der sommerlichen Zärtlichkeit und Geborgenheit, in die
Realität umzuwandeln. Stattdessen verstarb sie heute, Anfang April, an einem
Tag, der für diese Jahreszeit nicht sommerlicher hätte sein können. Wir wollen
nun eine gemeinsame Schweigeminute halten, beginnend, wenn dieser Text
endet. Endet, wie das Leben von Wurstregen heute endete. Ruhe in Frieden!

Samstag, 11. Dezember 2010

Weihnachten 2010. . .

Steht vor der Tür, draußen tobt zur Zeit das wohl größte Schneechaos der
jüngeren Erdgeschichte, was mich aber nicht daran hinderte, heute trotzdem
in die Arbeit zu kommen, auch, wenn ich für einen fünfminütigen Weg diesmal
fast 20 brauchte. Und seit Neuestem hab ich auch wieder eine alte Leiden-
schaft entdeckt: Das N64. Und genau aus diesem Grund werde ich mir nun
einen Emulator zulegen und die alten Klassiker meiner Kindheit, angefangen
von "Super Mario 64" bis hin zu "The Legend of Zelda: Ocarina of Time", wie-
der einmal durchzocken. Mein Weihnachtsgeschenk kommt morgen vermut-
lich auch: Das neue iPhone4 mit 32 GB Speicher! Zeit wirds, war ich ja, was
Handys angeht, eigentlich so gut wie nie auf dem neuesten Stand. Sonst gibts
noch ein bisschen Geld, was ich für das Unternehmen "Liverpool 2010" auch
gut gebrauchen kann. Einmal die Reds live spielen sehen und dabei in der
legendären Kurve, der "Cop" zu sitzen bzw. stehen. Fußballherz, was willst du
mehr? Diesen Traum haben ich und ein Freund uns nun endlich erfüllt und so
kommt es, dass wir vom 27.12. - 30.12. auf der Insel verweilen. Silvester und
Neujahr wollen wir dann allerdings doch zuhause, sprich in Deutschland, ver-
bringen. Würde ja auch gar nicht anders gehen, denn als Zivi hat man ja zur
Zeit nur mickrige sechs Tage Urlaub. Unser Sozialstaat wieder von seiner bes-
ten Seite: Die Menschen, die eh schon Vollzeit für einen Hungerlohn arbeiten,
noch mehr ausnutzen. Da könntest du kotzen, aber was sich Vater Staat und
seine Politiker einbilden, wird gemacht. Das Ergebnis kann man seit geraumer
Zeit begutachten. Eine Meinung darüber sollte sich auch jeder selbst machen.

Donnerstag, 4. November 2010

Einsame Gedanken. . .

Zu einer einsamen Zeit. Mehr als eine Stunde nach Mitternacht melde ich mich
mal wieder - zum ersten Mal seit zwei Monaten - zu Wort. Einige Wochen sind
in meinem Zividasein bereits vergangen und um ehrlich zu sein: Es ist viel zu
viel passiert, als dass ich mir noch mal die Mühe mache und jetzt mühsam alle
Dinge, die mir in den Sinn kommen, zusammenfasse. Stattdessen kann ich
jetzt verkünden, dass ich stolzer Besitzer eines Kaizer Chiefs Trikots bin und
auch eines von Unirea Urziceni, vor ein paar Jahren rumänischer Meister und
nun klinisch tot, mein Eigen nennen darf. Es wird wirklich mal Zeit, dass ich
die ganze Sammlung irgendwo ins Netz stelle, aber ich komme wirklich nicht
dazu. Zivildienst ist eben ganz schön anstrengend! Einige meiner Freunde ha-
ben sich deshalb schon eine Pause genommen und sitzen nun auf Sizilien fest
und helfen bei der Olivenernte - 4 Stunden am Tag. Den Rest verbringen sie
vermutlich mit Rotwein und Pasta - und bei 25 Grad. Grausam, alleine die Vor-
stellung. Aber ich durfte ja nicht mit. Dafür gehts nächstes Jahr im Juni so gut
wie sicher in die Staaten und auch ein Ausflug nach Rumänien scheint gar nicht
so unwahrscheinlich. Das Geld ist ja durchaus vorhanden. Als Zivi arbeitet man
ja nicht nur viel, man verdient auch Unmengen von Geld. Geld werd ich in Zu-
kunft sogar noch mehr verdienen, immerhin hab ich den Bewerbertag bei der
Allianz nun erfolgreich hinter mir und bin nun stolzer Besitzer eines relativ
seltenen Studienplatzes für BWL mit Schwerpunkt Versicherung. Duales
Studium, versteht sich, denn es geht ja - wie so oft - ums Geld. Und das hab ich
momentan durchaus nötig, auch wenn es bei den Sportwetten ganz gut läuft.
Sportwetten? Da war doch was: Stimmt, die Bayern haben heute in der CL den
vereinsinternen Startrekord von 4 Siegen aufgestellt, seit Wochen trifft Gomez
auf einmal das Tor und überhaupt scheint sich die große Bayernwelt langsam,
aber sicher, wieder in Richtung Normalzustand zu bewegen. Auch, wenn das
der gute Herr Hoeneß mit seinem öffentlichen Rüffel für van Gaal und speziell
dessen Auftreten ("stur", "akzeptiert keine anderen Meinungen", etc.) zu
verhindern versuchte. Der gute Kalle hat allerdings zusammen mit dem Rest
vom Vorstand und Sportdirektor Nullinger ein Versöhnungsgespräch mit den
beiden organisiert. Vorerst zumindest mit Erfolg. Schön, wenn alles glatt läuft!

Mittwoch, 1. September 2010

Zivildienstfestspieltage, die Erste (I). . .

Hui, ein neuer Lebensabschnitt, eine neue Rubrik hier auf Wurstregen. Ich
werde hier in nächster Zeit die besten und beklopptesten Wortwechsel wäh-
rend meiner Zivildienstzeit niederschreiben, quasi eine Ansammlung von
Memoiren kreieren. Heute war Dienstantritt und ich habe es - das ist meine
Aufgabe als profesioneller Röntgenzivi - in nächster Zeit vor allem mit der
Durchleuchtung des menschlichen Körpers zu tun. Im Prinzip besteht mei-
ne imminent wichtige Aufgabe darin, die Leute zum Röntgen hin- und dann
wieder wegzufahren. Aber das ist der springende Punkt: Die Leute selbst.
Bereits heute durfte ich ein breites Spektrum an Menschen kennenlernen,
die der rücksichtslosen Strahlung des Röntgen, des CTs oder sonst etwas
ausgesetzt sind. Von Weltkriegsveteranen ("Russisch sollst ma no lerna,
Bua, des is uns a beigebracht worden!""Nastrovje!"Ja, und gsuffa hama a!"
(An dieser Stelle bekommt der liebenswerte Herr einen Lachkrampf, dass
man Angst haben musste, dass er noch heute das Zeitliche segnet)) bis hin
zu absolut verdaddelten Großmütterchen im besten Alter - mit einem we-
niger gutem Gehör: "Guten Tag, ich bring' sie jetzt zur Untersuchung!" Es
folgt ein Moment der Stille, der dann durch ein etwas schockiert klingendes
"Was, zum Rudolf!?" regelrecht zerschnitten wurde. Die Mimik dazu: Top!
Es wurde noch schlimmer: "Frau X, welcher Fuß ist denn bei Ihnen gebro-
chen?""Der Fuß!""Ja, das weiß ich bereits, aber welcher?""Der Fuuuuuuß!"
"Links oder Rechts?""D e r F u u u u u u u u ß!!!" Ja, vielen Dank auch für
diese Auskunft, bis jetzt weiß ich nicht, welcher der gebrochene war und
welcher nicht. Ich werds vermutlich auch nicht mehr herausfinden! Auch hier
gilt wieder: Die Mimik besser als die des Christoph Waltz als SS-Chef Landa!
Als ob sie mir sagen wollte, ob ich einen an der Waffel hätte, weil ich sie nicht
verstehe. Top! Aber der Abschuss war folgendes Szenario, an dem ich aller-
dings gar nicht beteiligt war: Eine Frau weigert sich vehement, jetzt geröntgt
zu werden ("Ich will jetzt nicht, nein, ich will jetzt nicht!"). Daraufhin wird sie
gebeten, einfach an einer bestimmten Stelle zu verharren und die Luft anzu-
halten. Es wurde in Sekundenschnelle ein Bild ihrer Lunge erstellt. Daraufhin
entgegnet die Frau: "Was war denn jetzt los?" Die Schwester: "Sie wurden
gerade geröntgt!" Die Frau: "A geh Schmarrn, des dad i doch mitgriang. So a
Grampf!" Eins kann ich versprechen: Solltet ihr noch Zivildienst leisten müs-
sen und das in einem Krankenhaus, geht in die Abteilung "Röntgen". Nicht
viel Arbeit, aber dafür umso mehr Spaß, Leuten zuzuhören, die zum Teil aber
wirklich kein Klischee des Alters und des Alterns auslassen. Köstlich. Top!

Dienstag, 31. August 2010

Und jährlich grüßt der Transferwahnsinn. . .

Eigentlich ist diese Transferperiode wie gemacht, um sein Meisterwerk zu
vollenden, welches man nach einem quälend langem Jahr mühsam aufgebaut
hat. Eigentlich, wie gesagt. Denn ein Mann hat sich vorgenommen, genau das
zu verhindern. Dieser Mann, Christian Nerlinger heißt er, schimpft sich seit
Kurzem "Sportdirektor des FC Bayern München". Seine Aufgabe besteht im
Grunde darin, zu verwalten, zu schalten, zu walten. Und zu verkaufen und
einzukaufen. Genau da liegt das Problem: Letztes Jahr waren die Bayern
nahezu auf dem Zenit ihres Schaffens, gewannen souverän Liga und Pokal,
scheiterten in der Championsleague denkbar unglücklich an Internazionale,
kurz Inter, im Finale. Es war mit eine der erfolgreichsten Spielzeiten der
so stolzen Vereinsgeschichte. Jedoch, so gab spätestens das verlorene Finale
zu erkennen, war nicht alles "Eitel Sonnenschein". Die Abwehr stellte das
große Sorgenkind dar, war sie auch hauptverantwortlich für die Schlappe im
Finale und hat sich auch auf den Weg dahin nicht mit Ruhm bekleckert, denn
den Finaleinzug haben wir im Prinzip nur zwei Spielern zu verdanken: Arjen
Robben und das nimmermüde Laufwunder aus Kroatien, Ivica Olic. Die De-
fensive war allerdings alles andere als sattelfest. Deswegen konstatierte der
werte Herr Nerlinger auch korrekt: Wir müssen uns punktuell verstärken.
Ein Linksverteidiger sollte her, womöglich auch ein Innenverteidiger. Der
Erstgenannte war in Fabio Coentrao gefunden, doch der war zu teuer. Es gab
dann noch Gerüchte um van der Wiel und Chiellini, die jedoch aufgrund der
Unfähigkeit Nerlingers und van Gaals Ansichten sich in Luft auflösten. Dies
hatte wiederum zur Folge, dass Nerlinger auf einmal erkannte, dass wir doch
in der Abwehr eigentlich recht formidabel aufgestellt sind. Mit van Hüftsteif,
Holger Hackstuber hat sich eine ausgezeichnete Innenverteidigung gefunden,
mit der Wundertüte Contento ein Außenverteidiger, der innerhalb von ein
paar Wochen vom Wackelkandidaten zur gestandenen Größe im Defensiv-
verbund mutierte. Stopp, aus! So soll es sich, so wünscht sich der Nerlinger,
zugetragen haben. Die Realität sieht anders aus: Die Abwehr ist noch wacke-
liger als letztes Jahr, Badstuber bleibt weiterhin Hackstuber und van Hüft-
steif, so meint man, ist in etwa so beweglich und hart wie Kruppstahl. Einzig
Contento stellt sich als ganz passabel heraus, aber dafür macht Lahm auf
einmal Fehler, die er schon seit geraumer Zeit nicht mehr fabrizierte. Als
wäre das noch nicht genug, muss man auch noch feststellen, dass das nieder-
ländische Wunderding namens "Robben" die Hinrunde wohl verletzt bleibt,
dass Kranck Ribéry noch immer nicht auf Touren kommt, sei es wegen der
WM (wobei ich mich dann frage, wo er sich da denn überausgabt hat?) oder
wegen der Lolita-Affäre, die ja immer noch nicht ganz geklärt zu sein scheint.
Im Sturm verstolpert Gomez, in dieser Disziplin nun endlich Meister seines
Fachs, weiterhin Ball um Ball. Und Klose? Der wäre froh, wenn er denn mal
einen zu verstolpern hat. Der irrt nämlich weiterhin wie ein Wandervogel,
dem man einen Elektromagneten um den Hals gebunden hat, umher. Und
unser einziger intakter Stürmer, Ivica Olic, spielt auf der Robbenposition,
wo er mit dem Prädikat "verheizt" noch gut bedient ist. Luca Toni lacht sich
ins Fäustchen, der ist vermutlich immer noch für 15 Buden in der Saison gut
und spielt momentan wieder in Italien, bei Genua. Mit Rafinha, der unserer
Verteidigung auch gut zu Gesicht gestanden hätte. Aber hätte, wenn und
aber: Wir hatten unsere Chance, haben keinen einzigen Spieler derweil ein-
gekauft und dürfen uns die nächsten Spieltage fragen, warum unser Vor-
stand so dermaßen naiv war und die Schwachstellen des Kaders nicht aus-
bessern wollte. Geld war nach der letzten Saison ja auf alle Fälle da, find ich!

Das Ende einer Ära. . .

Morgen, am 1.9. ist es also so weit: Nach mehr als einem Vierteljahr Pause
gibt es für mich tatsächlich wieder etwas zu tun. Vorbei die Tage, die man
mit Kino, Discos oder FIFA 10 bzw. Red Dead Redemption mit einem Glas
Rotwein, sich seiner verdienten Freizeit erfreuend, verbrachte. Ab morgen,
da ist sich mein Freundeskreis einig, "weht wieder ein anderer Wind". Gut
so, sag' ich, denn langsam komme ich mir mit meinen Freizeitbeschäftigun-
gen auch etwas unterfordert vor: Es mag ja wahnsinnig toll sein, erst zur
Mittagszeit aufzustehen, erst mal ein warmes Mahl serviert zu bekommen,
vorm PC zu sitzen und im Internet zu surfen, abends um 18:06 dann die
Simpsons zu schauen, um anschließend fortzugehen oder sich einen gemüt-
lichen Couchabend zu machen. Aber dieses Leben kostet auch Geld, wenn
sein Rotwein nicht direkt aus einem Tetrapack stammen soll, den man bei
Neukauf oder Netto für einen Euro erwerben kann. Nein, ein feiner Rioja
für die stolze Summe von 10 Euro solls dann doch sein und in den Discos
hab ich auch mehr vor, als mir für 2,50 Euro ein kleines Glas Leitungswas-
ser zu bestellen. Wie gut, dass es den Zivildienst gibt, die Ausrede von allen
Männern, die einfach noch ein Jahr lang ohne Arbeitsstress verbringen wol-
len. Wie schlecht, dass Herr Guttenberg mit der Wehrpflicht auch diesen
abgeschafft hat. Wie gut, dass mir das noch schnurzegal sein kann. Egal ist
mir sicher nicht die Bundesliga, momentan eher unter dem skurillen Namen
"Liga GaGa" auffindbar. Kaiserslautern führt die Tabelle an, gefolgt von den
Renommierklubs aus Mainz, Hannover und Gladbach. Bayern dümpelt im
Mittelfeld, Wolfsburg und Schalke sind noch gänzlich ohne Punkt und die
beste Rückrundenmannschaft der letzten Saison, der VfB Stuttgart, ist in
dieser Saison stolzer Besitzer der so verschmähten "Roten Laterne". Rot ist
ein gutes Stichwort: Steinmeier, SPD-Politiker, verliert eine Niere. Sein Weib
gewinnt im Gegenzug eine Niere. Die hat sie nicht gestohlen, sie hat sie ge-
schenkt bekommen, weil sie ebenfalls eine verloren hat. Die wurde ihr nicht
gestohlen, die hatte einfach keinen Bock mehr, für sie zu arbeiten. Keinen
Bock hab ich auf das aktuelle Wetter, das mich mit 10 Grad nicht saturiert.
Aber jetzt kommt er ja bald, der "güldene September". Güldene Aussichten,
Geburtstag, Geld, Zivildienst, Geld. Geld. Geld. Geld. Geld. Geld. Geld. Aus.
Durch diesen durchtriebenen Trick hab ich selbst die Zeile noch vollgekriegt.

Montag, 23. August 2010

Holanda Be Cool. . .

Verrückt, das Ganze. Mindestens so verrückt wie der derzeitige Spitzenreiter
der Charts, "We No Speak Americano". Aber alles nach der Reihe: Es war im
wahrsten Sinne eine Schnapsidee, das Land des Vizeweltmeisters zu besu-
chen. Gekommen ist sie uns am vergangenen Mittwoch beim obligatorischen
K13- Stammtisch und eigentlich glaubte nicht wirklich jemand daran, dass die-
ser Unsinn dann tatsächlich in die Tat umgesetzt werden sollte, sind wir doch
dafür bekannt, dass wir, wenn es um Organisation geht, eher minderbemittelt
sind. Aber morgen fahren wir tatsächlich in die Niederlande und vielleicht auch
nach Holland. Genau, denn aller fälschlichen Behauptungen zu Trotz ist Holland
im Endeffekt nur ein Teil der Niederlande, soll heißen: Politisch korrekt gäbe
es Sprüche wie "Ohne Holland fahrma zur WM" gar nicht. Ohne van Gaal auch
nicht, war er für das niederländische Debakel damals doch verantwortlich.
Schau einer an, welch gekonnte Überleitung, an Raffinesse wohl kaum zu über-
bieten! Ein Abiturient am Werk, herrlich. Worauf ich hinaus will ist Folgendes:
Dieses Wochenende ist der Fußball wieder in unsere Stadien zurückgekehrt,
Bundesligastart war. Den Opener gewann - in typischer Bayernmanier eben -
der Rekordmeister gegen Wolfsburg in buchstäblich letzter Sekunde mit 2:1.
Spitzenreiter ist allerdings die TSG aus Hoffenheim und danach kommen, sieh
an, die beiden Aufsteiger Hand in Hand. Bevor ich mir hier die Finger wund
schreibe, hau ich euch lieber die ganze Tabelle auf den Tisch. Dann begebe ich
mich mal Richtung Nordwesten, ein herzliches "tot binnenkort" meinerseits.

Montag, 12. Juli 2010

Traurig und verlassen. . .

Sitzt er da. Er, das ist Arjen Robben, niederländischer Nationalspieler und so
etwas wie der tragische Held im Finale der Weltmeisterschaft. Hatte er trotz
geringer Spielzeit einen großen Anteil am Einzug der "Elftal" in besagtes End-
spiel, vergab er gestern zweimal eine hundert-, wenn nicht tausendprozentige
Torchance. Damit hatte er natürlich großen Anteil daran, dass sich das Orakel
"Paul" nun als Tippkönig der WM rühmen darf. Wieder lag dieses richtig, sag-
te zuverlässig einen (nicht unbedingt unvorhersehbaren) Triumph der spani-
schen Auswahl, der "Selección", voraus und stach mir und meinen Holländern
damit ins Oranjeherz. Wat jammer, wie der Holländer an dieser Stelle sagen
würde. Jammern könnte ich auch bei den momentanen Temperaturen bei uns,
im Herzen Bayerns. Kaum ein Tag, an dem nicht die magische 30°C-Marke
geknackt wurde und wird. Um bei solch konstant hohen Temperaturen noch
wirklich schlafen zu können, hab ich mir eine ganz besondere Idee einfallen
lassen: Wein aus dem Tetrapack! Kostet pro Liter einen läppischen Euro und
lässt einen nach zwei bis drei Bechern ruhig einschlafen. Ein ziemlich trivial
anmutendes Rezept, was sich nicht gerade mit der genießerischen Hochkul-
tur vereinbaren lässt. Aber es ist wirksam - Und das ist dabei die Hauptsache.

Samstag, 10. Juli 2010

Ein O(k)rakel der besonderen Art. . .

Gibt es derzeit im "Sealife" bei Oberhausen zu begutachten. Eine vor der WM
gänzlich unbekannte Rentnerkrake (immerhin schon 2 1/2 Jahre bei einer
Lebenserwartung von ungefähr 3 Jahren) machte sich auf, um der Welt und
den ganzen Fußballexperten zu beweisen, dass ER der unumstrittene Tipp-
könig der Weltmeisterschaft sei. Und in der Tat, bis dato schlägt er sich nicht
gerade schlecht, hat alle deutschen Spiele richtig getippt (ich dagegen liege bei
schlappen 4/6 Treffern). Doch genau da liegt sein Problem: Seit seinem Tipp
gegen Spanien hat er hierzulande nicht mehr ganz so viele Freunde wie wäh-
rend der Blütezeit seiner Tipperkarriere (d.h. die Spiele gegen England und
Argentinien). Trotzdem ist es der Welt(presse) nicht entgangen, dass den Leu-
ten des "Sealife" wohl ein ganz besonderes Exemplar von Krake ins Netz ge-
gangen ist. Allen voran die Spanier sind von den hellseherischen Fähigkeiten
Pauls angetan - Kein Wunder, hat er sie doch gestern quasi schon zum neuen
Weltmeister gekürt und das in einer von diversen Sendern aus der ganzen
Welt übertragenen Liveschaltung. Doch diesmal wird er irren, denn bereits
vor der WM habe wiederum ich Holland als Weltmeister vorhergesagt. Und
auch, dass der Gegner nach einem Halbfinalsieg gegen Deutschland Spanien
heißt. Ein Jammer, dass ich kein Krake bin. So interessiert das keine alte Sau!

Freitag, 9. Juli 2010

Hup Holland Hup. . .

So klingt er sicherlich nicht, der typische deutsche Fan, der mit Bierbauch und
dementsprechend anliegendem Trikot etwas angetrunken durch die Straßen
zieht und dabei immer wieder ein "Schlaaaaand" von sich gibt. So klingt viel
mehr jemand, der es im Vorfeld der Weltmeisterschaft gewagt hat, ein kleines
Bisschen Geld auf die Elftaal, die niederländische (nicht holländische!) Natio-
nalmannschaft, zu setzen. Und auf einmal, schau mal einer an, stehen meine
Niederländer, ja, das sind sie zweifelsohne, im Finale und müssen dort die bö-
sen Spanier("la furia roja") besiegen, die vorgestern ihrerseits die Deutschen
im Halbfinale hinauskatapultierten. Klar, die Niederländer sind damit eher in
der Außenseiterrolle, aber gerade die WM hat gezeigt, dass das meistens gar
nicht mal so schlecht ist, wenn ich da an die deutschen Spiele gegen Argentini-
en und Spanien denke, wo sie jeweils Außenseiter und Favorit waren und da-
nach überraschend trotzdem weiterkamen und schließlich leider ausschieden.
Auch unser (einzig wahrer) Trainer Louis van Gaal soll bereits ein Äuglein auf
das niederländische Fußballersortiment geworfen haben, nach Informationen
der tz steht dabei vor allem ein gewisser Gregory van der Wiel hoch im Kurs
und in der Tat deutet Vieles auf einen Wechsel zum FC Bayern hin. Aber das
ist alles Musik von morgen, noch ist nicht mal die Weltmeisterschaft zu Ende.